Dienstag, 18. August 2009

Nachwuchs



Auch im großen Aquarium gibt es neue Mitbewohner: Drei Dicklippige Fadenfische. Ein Junge und zwei Mädels wohnen seit einer Woche bei uns und schon beginnt das Männchen mit dem Bau des Schaumnestes, das euch streng verteidigt. Jeden, der sich dem Nest nähert, weist er strikt in seine Schranken.
Wikipedia sagt dazu folgendes: Alle Fadenfische vermehren sich nach einem weitestgehend identischen Grundmuster. Die Männchen bauen an der Wasseroberfläche oder unter Blättern von Schwimmpflanzen ein Schaumnest, das aus mit einem speichelartigen Sekret ummantelten Luftblasen besteht.
Unter diesem Schaumnest, an dem ständig weiter gearbeitet wird, wirbt das Männchen bis sich ein paarungsbereites Weibchen einfindet, mit dem es nach einem arttypischen ritualisierten Verhalten direkt unter dem Schaumnest laicht. Die relativ kleinen Eier sind leichter als Wasser (Schwimmeier) und steigen in das Schaumnest auf. Ist der Laichakt beendet, verlässt das Weibchen das Nestrevier. Die Brutpflege erfolgt ausschließlich durch das Männchen (Vaterfamilie). Bei einer Wassertemperatur von 24 bis 28 °C schlüpfen nach etwa 24 bis 30 Stunden sehr kleine Larven. Sie tragen einen relativ großen Dottersack mit einem Ölanteil, der sie durch seinen Auftrieb weiter unter dem Schaumnest hält. Aus dem Nestbereich gespülte Larven werden vom Männchen mit dem Maul aufgenommen und zurück in das Nest gespuckt. Zwischen dem dritten und fünften Lebenstag schwimmen die schnell wachsenden Jungfische frei und nehmen gleich selbständig Nahrung auf. Sie verlassen den unmittelbaren Nestbereich worauf der Brutpflegetrieb des Männchens erlischt.

Fadenfische zeichnen sich außerdem durch ihre akzessorischen Atmung mit ihrem Labyrinthorgan aus. Dazu "atmen" sie atmosphärische Luft. Deshalb sieht man sie auch oft an der Wasseroberfläche"nach Luft schnappen". Manche Labyrinthfische (z.B. Paradiesfische) ersticken auch in „sauberem“ Wasser ohne die Möglichkeit dieser Luftatmung.

Ein weiteres Merkmal sind die lang ausgezogenen ersten Bauchflossenstrahlen, mit denen sie in der Lage sind, Berührungs- und Geschmacksreize aufzunehmen. Diese Fähigkeiten unterstützen sie bei der räumlichen Orientierung, bei der Nahrungssuche und im Rahmen der innerartlichen Kommunikation.

1 Kommentar:

  1. .....die neuen Bewohner in dem großen Aquarium
    fühlen sich so wie es aussieht sehr wohl. Gruß
    Renate

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