Mittwoch, 9. Mai 2012

Landleben

Ich habe Hilal Sezgin vorlezten Monat bei einem veganen Brunch in Lüneburg getroffen. Da bekam ich auch den Flyer zu ihrem Buch in die Hand und wusste sofort, dass ich das lesen muss. Ich hab es mir gleich bestellt und ziemlich rasch durchgelesen.
Das schöne daran ist, dass ich dort fast meine eigene Geschichte wieder finde. Auch ich bin aus der Stadt aufs Land gezogen, ebenfalls in die Lüneburger Heide. Ich habe auch als Journalistin gearbeitet. Ich habe zwar nur einen Hund, aber mit meinem Garten habe ich wohl fast so viel Arbeit, wie Hilal mit ihren Schafen.


Ich kenne das auch, dass sich die Kleidung verändert. Statt High Heels sind es bei mir die Gummischuhe, die ich fast den ganzen Tag trage. Auch sonst hat sich der Buisinessstyle in einen, na ja, nennen wir es mal sportlichen Look verwandelt. Und noch eine Gemeinsamkeit habe ich entdeckt. Hilal schreibt, dass sich manche Menschen zwingen müssen, auch mal einen Tag zuhause zu bleiben. Sie hingegen müsse sich manchmal zwingen, überhaupt mal ihre Scholle zu verlassen. Ganz genau so geht es mir auch. Ich würde mein Paradies am liebsten gar nicht verlassen.
Naja und dann ernähren wir uns beide vegan. Ganz schön viele Gemeinsamkeiten.

Das Buch haben wir auf meine Anregung auch in einem online Lesekreis besprochen. Die meisten monierten, dass es literarisch nicht besonders "wertvoll" sei und es gab eine Diskussion, darüber, ob es sich um eine Biografie oder um in Sachbuch handele (so haben es die Büchereien eingeordnet). Zu guter Letzt fanden es die meisten zu "schön gefärbt" und konnten sich nicht vorstellen, dass ein Zugezogener so ohne Vorbehalte aufgenommen wird.

Mir hat es gefallen! Und hier der link zu dem Buch.


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